FAQ

Häufig gestellte Fragen

  • Was macht ein Ledergutachter?

    Ein Ledergutachter, synonym mit Ledersachverständiger, ist ein Experte für den Werkstoff Leder.

    Angefangen bei der Rohware von den verschiedensten Tierarten, über die Herstellung | Gerbung mittels in Ergebnis, Aufwand und Zielprodukt variierender Gerbmethoden bis hin zur Weiterverarbeitung.

    Ledergutachter haben Expertenwissen bei den Eigenschaften von Leder und haben langjährige berufliche Erfahrungen in der Lederherstellung, Lederaufbereitung und Lederreparatur gemacht. Daher sind sie Spezialisten, wenn es darum geht, Lederschäden zu beurteilen. Aufgrund ihres großen Wissens werden Gutachter für Leder regelmäßig von Gerichten, Kanzleien, aber auch Versicherungsunternehmen herangezogen, sollte sich ein Streitfall zum Thema ergeben.

    Ein klassisches Problem ist etwa, zu beurteilen, ob es sich bei einem Objekt um Leder oder Kunstleder handelt. Hier können Ledergutachter ein zutreffendes und sachgerechtes Urteil abgeben.

  • Was sind Ledersachverständige?

    Ledersachverständige oder auch Ledergutachter sind Spezialisten, die ein hohes Maß an Fachkenntnis zum Werkstoff Leder und dessen Herstellung aufweisen müssen. Sie werden aufgrund ihrer besonderen Qualifikationen im Bereich Leder häufig herangezogen, um sachgerechte juristische Entscheidungen zu ermöglichen.
    Aber auch Wirtschaftsunternehmen wie etwa Versicherungskonzerne und nicht zuletzt Privatpersonen konsultieren Ledersachverständige, wenn es um die Klärung von Themen rund um den Werkstoff Leder geht.

    Sachverständige für Leder können beispielsweise die Qualität eines Auto-, Möbel-, Bekleidungs- oder Exotenleders, die Analytik von Schäden sowie die Bestimmung, ob es sich bei einem bestimmten Gegenstand überhaupt um Leder handelt, beurteilen. Diese Erkenntnisse fließen in die anschließend verfassten Gutachten ein.

    Aber auch wenn kein Gutachten benötigt wird, sind Ledersachverständige unerlässliche Experten und Berater, die bei der Lederauswahl bei Fragen und Problemen ebenso hilfreich zur Seite stehen wie in der Qualitätskontrolle. Sie befinden sich stets auf dem neuesten Stand der Technik und kennen die Verfahren der Lederherstellung und Lederaufbereitung (Reparatur, Instandsetzung und Austausch) und sind daher auch Experten für Lederreparaturen.

  • Was tun bei Lederschäden?

    Leder kann aus verschiedenen Gründen beschädigt werden.

    Viele Lederschäden entstehen erst im Laufe der Nutzung eines Lederproduktes: Dauerhafte Sonneneinstrahlung macht Leder trocken, spröde, ausgeblichen und rissig; hohe, ständig wiederkehrende Belastungen z. B. an Einstiegswangen von Autositzen können zu Abschürfungen führen oder die Nähte gar aufplatzen lassen.

    Auch Haustiere wie Katzen verursachen Lederschäden, indem sie ihre Krallen an Ledergarnituren wetzen. Fett aus Haaren oder Händen kann in offenporige Leder einziehen und Flecken verursachen, Leder kann ausbeulen oder verhärten.

    Aber auch bereits im Herstellungsprozess können aufgrund der Hautbeschaffenheit des ursprünglichen Tieres – Leder ist ein veredeltes Naturprodukt – Lederschäden auftreten.

    Für die Einstufung der Herkunft von Lederschäden benötigt man einen Lederexperten mit langjähriger Erfahrung. Dieser kann feststellen, wie und wodurch eine Beschädigung am wahrscheinlichsten verursacht worden ist, was etwa in der Eigenschaft als Gutachter für Versicherungsfälle sehr wichtig wird.

    Zudem haben Lederexperten die Kompetenz, eine angemessene Reparaturstrategie zu empfehlen oder auch entwickeln, die von den Bedürfnissen und dem Zustand des jeweiligen Leders abhängt. Denn verschiedene Lederarten brauchen auch unterschiedliche Pflege und Instandsetzungsmaterialien. Man kann offenporiges Leder nicht mit den gleichen Produkten pflegen wie ein gedecktes Leder.

    Lederschäden sollten also immer von einer Fachperson geprüft werden – Hausrezepte aus dem Internet vergrößern den Schaden oft noch erheblich.

  • Was kostet ein Leder-Gutachten?

    Die Kosten für ein Leder-Gutachten sind nach Aufwand variabel und werden nach geleisteten Stunden für den Ortstermin und die Gutachtenerstellung zzgl. Reisekosten abgerechnet. Ausnahmen bilden pauschal vereinbarte Honorare. Im gerichtlichen Fall schreibt das JVEG den Sachverständigen die Vergütung für Ihre Leistungen vor, im privaten Fall sind diese frei verhandelbar.

  • Wie hoch sind die Kosten für eine Echtlederbestimmung?

    Die Kosten für eine Echtlederbestimmung betragen im Allgemeinen 150,00 € zzgl. gültiger Mehrwertsteuer. Für Händler, Hersteller, Importeure und Onlinehändler bieten wir  folgende Sondervereinbarungen im Bereich der Echtlederbestimmung an:

    Ab 5 Teilen     5%

    Ab 10 Teilen  10%

    Ab 15 Teilen   15%

  • Was macht ein Lederexperte?

    Leder ist ein veredeltes Naturprodukt, das es in zahllosen Ausprägungen gibt und das von den verschiedensten Tierarten stammen kann.

    Die verbreitetsten Leder liefert das Hausrind, aber auch Schwein, Ziege, Lamm und sogar Meeresbewohner wie Hai und Rochen oder Reptilien wie Schlange, Alligatoren, Krokodile, Kaimane können ihre Haut für Lederprodukte hergeben. Den Überblick über die vielen Lederarten behalten Lederexperten. Sie stammen aus beruflichen Hintergründen, die eng mit der Lederverarbeitung und -aufbereitung verbunden sind – wie z. B. der Gerberei oder Lederrestaurationen – und haben über die Jahre ihrer professionellen Tätigkeit, verbunden mit Fortbildungen, eine hohe Lederexpertise entwickelt. Die Unterscheidung von Kunstleder und Echtleder, sprich: die Echtlederbestimmung, ist eine Qualifikation von Lederexperten.

    Sie sind weiterhin in der Lage, die Art eines Leders zu bestimmen und angemessene Pflegehinweise zu geben. Im Reparaturfall beraten sie ihre Klienten zu der angemessenen Herangehensweise und entwickeln passende Reparaturkonzepte.

    Lederexperten führen gängige, standardisierte Prüfverfahren etwa zur Haftfestigkeit von Zurichtungen, Abfärbungen, Anfärbungen, Weiterreissfähigkeit, Dehnfähigkeit, Wasserdurchlässigkeit, Brennbarkeit oder Ausbleichung eines Leders durch und können diese anschließend für eine bestimmte Verwendung einstufen (Flugzeugleder, Bekleidungsleder, Leder für hochbelastete Bereiche, Objekt, Yachten, Automobil).

    Daher sind Sachverständige für die Industrie und Ausstatter ebenso wie für Privatkunden gefragte Experten.

  • Was bedeutet Echtlederbestimmung?

    Für den Laien sind Kunstleder und Echtleder oft nicht leicht voneinander zu unterscheiden.

    Die Oberflächen von Kunstleder haben sich inzwischen so stark verbessert, dass ein bloßes Ansehen eines Produktes nicht ausreicht, um mit Sicherheit zu sagen, ob es sich um ein Kunstleder handelt. Man kann neben der standardmäßigen Rindslederoptik inzwischen auch die charakteristischen Narbenbilder von Straußenleder oder Krokodilleder künstlich zum Verwechseln ähnlich nachbilden.

    Bei Zweifeln z. B. von Möbelhauskunden, die sich um die Natürlichkeit ihrer Sofagarnitur sorgen oder bei Handytaschen und Gürteln, die im Ausland gefertigt und eingekauft werden, ist eine Echtlederbestimmung durch einen Ledersachverständigen hilfreich. Dieser kann anhand von makroskopischen und mikroskopischen Untersuchungen ermitteln, ob es sich um Leder mit seiner charakteristischen Zusammensetzung aus Kollagenfasern einerseits oder um Kunstleder aus einem beschichteten Trägergewebe handelt.

    Die Echtlederbestimmung kann den Kunden Sicherheit in Verhandlungssituationen oder juristischen Auseinandersetzungen sowie für die korrekte Auszeichnung von Produkten zum Beispiel bei Internetverkäufen, geben. Denn mit Ausnahme des Begriffes „Kunstleder“ dürfen nach gängiger Rechtsprechung Begriffszusammensetzungen mit dem Wort „Leder“ nicht werblich gegenüber Verbrauchern verwendet werden, wenn es sich bei dem betreffenden Produkt nicht um ein Ledererzeugnis handelt.

    Die Echtlederbestimmung trägt somit auch zum Verbraucherschutz bei.

  • Ablauf einer Echtlederbestimmung

    Vor einer Echtlederbestimmung schließen beide Parteien einen Gutachtervertrag. In diesem sind Prüfaufwand, Haftung und die Zerstörung des Prüfobjektes geregelt. Sollte das Prüfobjekt die Echtlederbestimmung bestehen, sprich es darf als Leder oder Echtleder verkauft/angeboten werden, kann auf Wunsch ein Echtlederzertifikat ausgestellt werden.

    Im Allgemeinen senden wir Ihnen den Gutachtervertrag per Email zu. Diesen können Sie uns dann gerne als PDF wieder zurücksenden. Das Original des Vertrages legen Sie bitte bei der Übersendung des Prüfobjektes bei.

  • Wo ist Ihr Einsatzgebiet?

    Grundsätzlich bediene ich alle Gerichte, Kanzleien, Firmen und Privatkunden in Deutschland und Europa. Aber auch weltweite Aufträge sind uns nicht fremd.

  • Führen Sie Lederreparaturen durch?

    Nein! Sofern ich als Sachverständiger oder Berater tätig bin, darf ich keine wirtschaftlichen Interessen verfolgen. Gerne kann ich Ihnen eine Auswahl von Leder-Fachunternehmen aus Ihrer Region benennen und die Ausführung der Instandsetzung / Lederreparatur überwachen (ob diese fach- und sachgerecht erfolgt bzw. ausgeführt worden ist).

  • Führen Sie Lederabnahmen durch?

    Ja! Wir führen in Abstimmung mit Ihrem Qualitätsmanagement bzw. nach Ihren Vorgaben gerne auch Lederabnahmen | Lederübernahmen | Abnahmen Ihrer Produkte bei Ihrem Hersteller im Zwischenlager oder bei Ihnen im Hause als Lederabnehmer oder Lederübernehmer durch.

  • Firmenberatungen | Beratungen

    Bei Beratungen bzw. Firmenberatungen decken wir alle Bereiche des Leders ab, sei es Bekleidungsleder, Täschnerleder, Polsterleder, Automobilleder o.ä.. Gerne unterstützen wir Ihr Unternehmen im Bereich der Qualität, Einkauf, Verkauf oder anderer relevanter Bereiche, wie Fertigung usw.

    Weiterhin unterstützen wir Sie gerne im Bereich der Fertigung bei  Zuschnittoptimierung, Erstellung von Spezifikationen, Abnahmekatalogen oder Qualitätskatalogen.

    Auch Verbänden stehen wir im Bereich von Merkblättern, Pflege- und Nutzhinweise für die unterschiedlichen Leder- und Sonderlederarten gerne unterstützend zur Seite.

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